Mittwoch, 25. Dezember 2013

Das Allerheiligste öffnet seine Pforten

Once upon a time war Weihnachten und einem kleinen Schreiberlein stand schon lange der Sinn nach einem eigenen Blog. Da die Feiertage lang und düster waren, das Sofa einladend und die Süßigkeiten (zum Aufrechterhalten der Denk- und Keativfunktion) zahlreich vorhanden, machte sie sich schließlich daran, sich ein virtuelles Zuhause zu schaffen.

Et voila ... noch nicht perfekt, aber doch schon ganz gemütlich.

Eigentlich bin ich ja noch ein wenig früh dran. Sechs Tage hat das alte Jahr noch und erst für 2014 ist das Schätzchen hier gedacht.

 Aber so genau will ichs dann auch wieder nicht nehmen. Die Weihnachtstage liegen zu zwei dritteln hinter mir und so langsam beginnt sie, die Vorbereitung aufs neue Jahr. Jedes Mal dasselbe, möchte man sagen. Viele Pläne, große Erwartungen, Sätze wie "Dieses mal werde ich ganz sicher... ", "In DEM Jahr wird ALLES anders...", "Das kann diesmal gar nicht schief gehen..." füllen einem den Kopf und man hört sich dabei zu und ist redlich bemüht, sich zu glauben.

Mein Ziel für 2014 ist kein kleines. Ein Buch schreiben. Das klingt nach Herausforderung. 400-500, in Worten vierhunder bis fünfhundert, Seiten sollen es werden. An sich kein Problem, ich schaffe locker 20 Seiten am Tag wenn man mich ein paar Stunden in Ruhe lässt. Rein rechnerisch ergibt das dann einiges mehr als nur ein Buch pro Jahr. Aber... ja aber. Es hängt noch so viel mehr dran, an diesem Vorhaben als der reine, theoretische Umfang an Seiten den man produzieren könnte wenn, ja wenn.

Davon und von vielem mehr soll dieses Blog berichten.

Aber es gibt noch ein zweites Ziel, neben dem Manuskript, dass endlich einmal nicht nur begonnen sondern auch beendet, und dann zu allem Übermut auch noch so überarbeitet werden soll, dass es am Ende sogar ein gutes werden könnte.

Das zweite Ziel heißt: Leben. Machen. Teilnehmen.

Ich habe in den letzten Jahren einiges an Zeit auf dem Beifahrersitz meines Lebens gesessen, während andere, äußere Umstände die Hände am Steuerrad hatten. Dieses Bild habe ich mit meiner Therapeutin (hey, natürlich habe ich eine, ich bin schließlich - bisher verhinderte - Künstlerin!)* gründlich ausgemalt. Wir haben Ursachen erforscht, Gründe gesucht und gefunden, und auch festgestellt dass es nur vorwärts gehen kann, wenn sich da etwas ändert. Es ist Zeit ans Steuer zurück zu kehren und Dinge anzugehen. Tage anzufülen mit Tun, mit (Alltags-)Abenteuern, mit Eigenem. Man kann sich leicht im Konsum verlieren, und damit meine ich nicht einmal den der mit monetären Mitteln verbunden ist. Sondern auch und gerade das Internet. Blogs, Tumblr, Instagramm, Pinterest ... wundervolle Plattformen und jede einzelne ein Hort der Inspiration. Aber eben auch energiesaugende Monster die zum "will ich auch, kann ich aber nicht" und "mehr davon, nur noch ein klick" führen, und plötzlich hat man den ganzen Tag nur konsumiert, hat sich vielleicht betäubt und ist stillgestanden. Der Tag zieht Stunde um Stunde an einem vorbei, und wenn man zurück schaut, dann ist nichts geworden, obwohl man doch Ideen hätte.

Dem will, kann und werde ich entgegen wirken, in dem ich mitmache. Mitgestalte, mitschreibe, mitrede.

Dementsprechend lade ich euch nicht nur ein, mich bei meinen Schreibabenteuern zu begleiten, sondern auch auf dem Weg durch ein hoffentlich ereignisreiches, volles und erfülltes Jahr 2014. Dreihundertvierundsechzig Tage pralles Leben. Ich freue mich!




* Nein ich mache mich hier nicht lustig, ich nehme die Notwendigkeit, eine Therapeutin zu haben nur mit soviel Humor wie möglich. Weil Lachen alles ein bisschen besser macht. Und weil ein offener, aber nicht offensiver Umgang mit den dunklen Seiten des Alltags mir geholfen hat und hilft. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Frau W., fürs Öffnen vieler Türen, für das Geleit durch emotional schwieriges Gelände und dafür, mich soweit wieder auf den Weg gebracht zu haben dass diese Zeilen hier überhaupt entstehen. Schade eigentlich, dass Sie dies wohl nicht lesen werden. Vielleicht irgendwann, wenn Sie mich allein zurück in die Welt schicken.

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