Montag, 27. Januar 2014

Die Wochenschau, Spätausgabe


Gekocht: 
Suppe. Und noch mehr Suppe. Allein weil sie wunderbar über das Sich-Elend-Fühlen-und-Frieren tröstet, wenn sie dampfend in einer Schüssel vor einem steht und wohlige Wärme verspricht. In meinem Topf kochte diese Woche eine leicht abgewandelte Version dieser Hühner-Nudel-Suppe von smittenkitchen, einem meiner absoluten Lieblings-Food-Blogs. Neu entdeckt und direkt ein Rezept ausprobiert: Love and Lemons, mit der wunderbaren Tomanten-Kichererbsen-Kokos-Suppe. Sehr lecker, und noch besser mit einem bisschen Parmesan oben drauf. (Fotos aus den jeweils verlinkten Artikeln)

Gesehen:
  Enders Game, basierend auf der Ender Wiggin Saga von Orson Scott Card. Ich liebe Sci-Fi Filme und Serien (Ich schiebe das auf meinen Vater, mit dem habe ich den Kram immer geguckt. Und zwar alles. Inklusive Raumpatroullie Orion!). Bei Science Fiction hört die Liebe allerdings direkt nach der Zelluloid-Version auf. Man verschone mich mit Büchern dieses Genres, denn sobald es technisch oder auch nur mechanisch wird, helfen mir nur glänzende (schön geflared hilft auch) Filmsets auf die Sprünge. Ich habe nämlich weder ein besonders ausgeprägtes Vorstellungsvermögen noch irgendeine Form von technischem Verständnis. Der Film war genau das was ich an einem Abend mit wenig Aufmerksamkeitsspanne brauchte: ganz unterhaltsam, hübsches Sci-Fi-Set, ein ganz guter Hauptdarsteller und ein relativ einfacher, vorhersehbarer Plot der keine Gedankenakrobatik erfordert, in sich aber trotzdem geschlossen ist und sogar die eine oder andere moralische Frage aufwirft.

Roger Federer. Zu behaupten ich hätte die Australian Open gesehen wäre vollends gelogen, ich habe es auf genau zwei ein viertel Spiele gebracht. Federer-Tsonga, Federer-Murray, Teile des ersten Satzes Federer-Nadal. Ich verfolge Federer schon seit vielen Jahren und könnte dem einen eigenen Post widmen. Für den Moment erspare ich meinem Kreislauf die Aufregung die das hervorrufen würde (Ja, ich gehöre zu den Menschen die hochemotional werden wenn es um Sport geht. Olympia wird ein Tränenfest - im Guten wie im Schlechten- und sorgt sicherlich wieder für das eine oder andere graue Haar.)
Das Essay über die (mögliche) Wiederauferstehung des Fed-Ex erspare ich uns hier allen, und sage nur soviel: Viertrundenmatch und Viertelfinale waren wunderbar anzusehen und lassen mich hoffen, dass die neue Zusammenarbeit mit Edberg nochmal ein bisschen Schweizer Magie hervorbringt. (Bild via National Post)

Gelesen:
Paper Towns von John Green. Im letzten Jahr in aller Munde mit seinem Bestseller Das Schicksal ist ein mieser Verräter (habe ich noch nicht gelesen, Krebs ist ein sensibles Thema für mich. Noch traue ich mich nicht ran). Paper Towns ist ein relativ klassischer coming of age-Roman den man ruhigen Gewissens weiter empfehlen kann. Die Jugendlichen und ihre Beziehungen zueinander sind glaubhaft, wenn auch manche Situationen und Gespräche ein wenig konstruiert wirken und nur dazu zu dienen scheinen, ein Stück ausgesuchter jugendlicher Weisheit zu präsentieren. Alles in allem aber ein sehr schönes, gutes Buch dass sich damit befasst, wie wir sind und wie andere uns sehen, und in wieweit wir überhaupt in der Lage sind, davon auszugehen dass die "Vision" die wir von unserem Gegenüber haben, der Wahrheit entspricht. 

Lieblingszitat:
„ […] Like, each of us starts out as a watertight vessel. And these things happen – these people leave us, or don’t love us, or don’t get us,or we don’t get them, and we lose and fail and hurt one another. And the vessel starts to crack open in places. And I mean, yeah, once the vessel cracks open, the end becomes inevitable. Once it starts to rain inside the Osprey, it will never be remodeled. But there is all this time between when the cracks start to open up and when we finally fall apart. And it’s only in that time that we can see one another, because we see out of ourselves through our cracks and into others through theirs.”

Weltengänger von Sergei Lukianenko. Ich hatte bisher nur die Trix Solier Reihe gelesen und wusste daher immerhin, dass mir Lukianenkos Humor und seine Weltsicht ganz gut liegen. Dementsprechend hat mich auch Weltengänger nicht enttäuscht.  
Der junge Kirill sieht sich eines Tages der Tatsache gegenüber, dass sein Leben sich langsam in Wohlgefallen auflöst. In seiner Wohnung lebt jemand anderes, seine Arbeitsstelle hat noch nie von ihm gehört und selbst seine Eltern scheinen ihn vergessen zu haben. Dafür erhält er ein neues Leben, als Zöllner zwischen verschiedenen Welten. Was zunächst sehr vielversprechend und sogar besser als sein usprüngliches Leben erscheint, hat selbstverständlich seine Tücken und ist nur der Anfang eines größeren Ganzen, das sich in den Folgebänden ganz interessant fortzusetzen scheint.

Sonst noch so:
Rumliegen deluxe. Der magere Versuch ein wenig auf die anstehenden Prüfungen zu lernen, der durch Matschhirn und Konzentrationsschwäche ziemlich ausgebremst wurde. Auf eine bessere nächste Woche!


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